Beschreibung

Der größte Stadtteil Sachsenheims

An Kirbach und Metter gelegen hat Großsachsenheim seit dem Zweiten Weltkrieg ein dynamisches Wachstum erfahren. Seine gute Anbindung an den überregionalen Öffentlichen-Personen-Nahverkehr, an die Autobahnen und auch das Radwegenetz haben Sachsenheim zu einem begehrten Wohnumfeld vieler Pendler, aber auch zahlreicher junger Familien werden lassen. Als Vollschulstandort mit Evangelischem Gymnasium, Realschule und Gemeinschaftsschule bietet Großsachsenheim moderne Bildungseinrichtungen, die mit ihren innovativen pädagogischen Konzepten schon mehrfach bundesweit ausgezeichnet wurden. Die vielfältigen Betreuungseinrichtungen von Kinderkrippen bis zu Kinderhäusern wurden in den zurückliegenden Jahren kontinuierlich weiterentwickelt, sodass sich immer mehr Familien in den neuen Wohngebieten im Süden und Osten Großsachsenheims niedergelassen haben.  

Dies hat auch den örtlichen Vereinen wie dem TV Großsachsenheim mit seinen rund 2750 Mitgliedern und seinem modernen Vereinszentrum „SportPark“ regen Zulauf beschert. Ebenso wie dem Trägerverein Schlossfreibad Sachsenheim e.V. , der mit großem bürgerschaftlichem Engagement das Schloss-Freibad zu einem Vorzeigebad in der Region gemacht hat. Das bunte Vereinsleben in Großsachsenheim erleichtert die Integration von Neubürgern in die Stadtgesellschaft und lässt Fremde schnell zu Freunden werden. Davon zeugt auch der alljährliche Urzelnlauf der Urzelnzunft, welche als eingewandertes Brauchtum inzwischen bei Einheimischen und Besuchern eine liebgewonnene Traditionsveranstaltung ist. Überhaupt ist Großsachsenheim Zentrum vieler kultureller Veranstaltungen und Feierlichkeiten. Vor allem rund um das historische Wasserschloss, in dem einst die Herren von Sachsenheim residierten und in dem heute die Stadtverwaltung ihren Sitz hat, wird das ganze Jahr hindurch ausgelassen gefeiert, vom Weihnachtsmarkt mir seinem Budenzauber im Dezember bis zum beliebten Sommer am Schloss in den Sommermonaten.

Die Innenstadt Großsachsenheims wird in den kommenden Jahren im Rahmen eines umfassenden Sanierungskonzepts vielfältig aufgewertet werden und noch mehr Aufenthaltsqualität gewinnen. Hier fühlen sich alle Generationen wohl, denn in Großsachsenheim lässt es sich dank einer guten medizinischen Versorgung, zwei 

Pflegeheimen mit Betreutem Wohnen, der ambulanten Pflege der Kirchlichen Sozialstation und dem vielfältigen Angebot im „Haus der Senioren“ bis ins hohe Alter gut leben. Vor allem das idyllische Schloss-Freibad mit dem angeschlossenen Schlossgarten als „grüne Lunge“ des städtisch geprägten Großsachsenheims sind beliebte Treffpunkte für Jung und Alt.

Großsachsenheim ist auch für seine standortnahen Arbeitsplätze bekannt, denn im interkommunalen Gewerbepark „Eichwald“ vor den Toren des Stadtteils haben sich renommierte Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen niedergelassen. Im größten stadteigenen Gewerbegebiet „Holderbüschle“ am östlichen Siedlungsrand von Großsachsenheim bieten Firmen ebenfalls die vielfältigsten Beschäftigungsmöglichkeiten mit kurzen Wegen zwischen Wohnen und Arbeiten.

Zu Großsachsenheim gehört auch der Weiler Egartenhof hoch über dem Enztal mit der Ruine Altsachsenheim, der eher landwirtschaftlich geprägt ist, während im restlichen Ortsgebiet von Großsachsenheim heute kaum noch landwirtschaftliche Anwesen zu finden sind.

Lage

Historie

Das bedeutendste Herrschergeschlecht in Groß- und Kleinsachsenheim waren im ausgehenden Mittelalter die Herren von Sachsenheim. Der Ritter, Dichter und württembergische Rat Hermann von Sachsenheim und seine Söhne mehrten nicht nur ihre eigene Hausmacht in und um Großsachsenheim, sondern spielten auch als Berater und hohe Beamte am württembergischen Hof eine bedeutende Rolle. In der Zeit der Staufer entstand ihre Stammburg, die heutige Ruine Altsachsenheim, direkt neben dem Lauf der Enz. Um das Jahr 1400 erbaute das Geschlecht eine zweite Burg, welche nach einem Brand 1542 als noch heute erhaltenes Wasserschloss im Renaissancestil wieder aufgebaut wurde.

1495 erhielt Großsachsenheim das Stadtrecht, nach dem Aussterben der Herren von Sachsenheim fiel die Stadt 1562 an Württemberg. Im Dreißigjährigen Krieg schwer zerstört und in seiner Einwohnerschaft erheblich dezimiert, erholte sich Großsachsenheim nur langsam. Spätestens durch den Eisenbahnbau 1853 siedelten sich dann größere Industriebetriebe in der Stadt an. 1908 gründeten Vorreiterinnen der Frauenbildungsbewegung hier die erste Wirtschaftliche Frauenschule in Württemberg, das heutige Lichtenstern Gymnasium.

Im Zuge der Kommunalreform schloss sich Großsachsenheim 1971 mit Kleinsachsenheim zur neuen Stadt Sachsenheim zusammen. 1973 schlossen sich die Kirbachtalgemeinden Hohenhaslach, Spielberg, Ochsenbach und Häfnerhaslach der Stadt Sachsenheim an.

Jeder Stadtteil Sachsenheims hat sich bis heute seine eigene Identität erhalten. Seine Einwohner pflegen die Traditionen, ohne dabei die moderne Gesamtstadt aus den Augen zu verlieren - das macht das besondere Flair der Stadt Sachsenheim aus.

Wappen

Das Bild zeigt ein Wappen mit einem roten Stierhorn, in dessen Mitte ein weißer Bereich ist, und darüber ein schwarzer Hirschgeweihbalken auf grauem Hintergrund.
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