Beschreibung

Zwischen dem Höhenzug des Strombergs im Norden und dem Höhenzug des Brombergs mit seinem 476,6 Meter hohen Baiselsberg im Süden schlängelt sich das landschaftlich reizvoll gelegene Ochsenbach. Die vielen historischen Fachwerkgebäude, von denen zahlreiche unter Denkmalschutz stehen, erstrecken sich entlang der charmanten Dorfstraße und prägen das  Ortsbild von Ochsenbach, das im Jahr 1993 zum „Schönsten Dorf Baden-Württembergs“  prämiert wurde.   

Neben dem Handwerk und der Landwirtschaft prägt Ochsenbach seit Jahrhunderten der  Weinbau, dessen Reben vor allem am Geigersberg hoch über den Dächern des Dorfes  gedeihen. Diese historisch bedeutsame Kulturlandschaft lässt sich auch auf einem rund zwei  Kilometer langen Rundweg erleben, der ein beliebtes Ausflugsziel in der Region ist. Die Fachleute vom Deutschen Weininstitut zeichneten die Kulturlandschaft an Geigersberg im Jahr 2022 als „Höhepunkt der Weinkultur“ aus. Am Fuße des Geigersbergs beim örtlichen Friedhof ragt sogar ein Mammutbaum über 32 Meter in die Höhe, dessen Samen einst im  Auftrag König Wilhelm von Württemberg aus den USA importiert wurden.   

Zu Ochsenbach gehört auch der landwirtschaftlich ausgerichete Weiler Kirbachhof im Westen, den einst der Württembergische Herzog Eberhard III. um ein Jagdschloss und einen  Tiergarten erweiterte. Heute lassen sich im Kirbachhof regionale Produkte direkt beim Erzeuger einkaufen oder im nahegelegenen See die hübsche Bildsäule der Jagdgöttin Diana bewundern, die im Volksmund liebevoll „Kibannele“ genannt wird. Im Osten Ochsenbachs liegt der Weiler „Bromberg“, der einst eine Burg war und wo heute landwirtschaftliche Betriebe vom Bio-Hühnerhof bis zum Pferdehof angesiedelt sind.  

Das Wappentier Ochsenbachs kann als Skulptur am Dorfplatz zu Fuße der Evangelischen Kirche „Zur lieben Frau“ bewundert werden. Hier im Zentrum des Ortes mit der Kelter, der Pfarrscheuer und dem Backhaus blüht das örtliche Vereinsleben. Der älteste Verein Ochsenbachs, der Männergesangverein „Liederkranz“ mit Gründungsdatum im Jahr 1850,  lädt alljährlich auf der Wiese vor der Pfarrscheuer zu seinem Dorffest ein, die Landfrauen schüren regelmäßig den Ofen im Backhaus für leckere Kuchen und knusprige Brote an und der Musikverein lässt seine Klänge durch die Dorfstraße schallen. Sportliche Höchstleistung werden im Sportzentrum an der Sonnenberghalle erzielt, wo es die Faustballer des  Turnvereins Ochsenbach im Jahr 2023 sogar bis in die Zweite Bundesliga geschafft haben.

Dieses blühende Vereinsleben ist eine wichtige Säule der Dorfgemeinschaft in Ochsenbach, die auch zahlreiche junge Familien anlockt, die im Neubaugebiet „In den Gärten“ eine neue Heimat finden. Ochsenbach zählt rund 840 Einwohner, die gerne auch in den vielfältigen gastronomischen Betrieben des Ortes vom Naturparkhotel bis zum typisch schwäbischen  Gasthaus zusammensitzen.

Lage

Historie

Das ehemalige Straßendorf Ochsenbach wurde 1290 erstmals urkundlich erwähnt. Weinbau, aber auch Forstbetrieb in den großen Waldflächen haben hier eine lange Tradition. Die Bromberger Mühle, erbaut 1610, besitzt bis heute mit neun Metern Durchmesser eines der größten noch funktionsfähigen Mühlräder Süddeutschlands. Zu Ochsenbach gehörte bis zur Reformation außerdem ein Frauenkloster mit Kirche und Mühle (heutiger Kirbachhof). Nach dem Dreißigjährigen Krieg ließ der württembergische Herzog Eberhard III. in unmittelbarer Nähe einen Wildgarten, eine Fasanerie sowie ein dreiflügliges Jagdschloss mit Lustgarten errichten. Von der um 1750 abgebrochenen Anlage hat sich nur die Statue „Kibannele“ erhalten. Vom 17. bis 19. Jahrhundert wurde in Ochsenbach auch der Brauch der „Weiberzeche“ gepflegt, bei dem die Frauen des Ortes vom Schultheiß mit Wein und Brot bewirtet wurden. Darüber hinaus waren seit der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert mehrere Steinbruchbetriebe aktiv, auf deren Gebiet sogar Versteinerungen aus der Urzeit gefunden wurden.

Im Zuge der Kommunalreform schloss sich Kleinsachsenheim 1971 mit Großsachsenheim zur neuen Stadt Sachsenheim zusammen. 1973 schlossen sich die Kirbachtalgemeinden Hohenhaslach, Spielberg, Ochsenbach und Häfnerhaslach der Stadt Sachsenheim an. 

Jeder Stadtteil Sachsenheims hat sich bis heute seine eigene Identität erhalten. Seine Einwohner pflegen die Traditionen, ohne dabei die moderne Gesamtstadt aus den Augen zu verlieren - das macht das besondere Flair der Stadt Sachsenheim aus.

Wappen

Ein roter Stier steht auf grünem Boden innerhalb eines Schildes mit schwarzem Rand.
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