Hohenhaslach macht seinem Namen alle Ehre, denn auf einem Bergsporn weithin sichtbar liegt der historische Ortskern rund um die altehrwürdige St. Georgskirche aus dem Jahr 1230 mit ihren frühgotischen Fresken-Malereien. Auch die historischen Gebäude der Bergschule, der Verwaltungsstelle, des Pfarrhauses und des einstigen Rüsthauses zeugen von der bewegten Vergangenheit des Kirbachtalortes, der sich heute über drei Teile auf dem Berg, am Fuße des Berges und im Talgrund erstreckt. Die exponierte Lage und vor allem die beeindruckende Fernsicht bis zu den Ausläufern der Schwäbischen Alb machen Hohenhaslach zu einem beliebten Ausflugsziel. Der Besinnungs- und Skulpturenpfad „Weitblickweg“, der vom Tübinger Künstler Martin Burchard gestaltet wurde, hoch oben in den Weibergen über den Dächern von Hohenhaslach, ist Naherholungsziel von Einheimischen und Ausflüglern aus der gesamten Region.
In der Nähe des historischen Ortskerns befindet sich auch die Kelter, die viele Jahre Zentrum der nahezu 1000 Jahre alten Weinbautradition in Hohenhaslach war. Der Großteil der Sachsenheimer Wengerter ist in dem Kirbachtalort ansässig und lädt in Besenwirtschaften, bei Erlebnisführungen oder vielen weiteren Veranstaltungen das ganze Jahr hindurch zum Verkosten der edlen Rebengewächse und zum Einblick in das Winzerhandwerk ein. Auf den über 160 Hektar Rebflächen, unter anderem in den landesweit bekannten Steillagen am Kirchberg, wachsen und gedeihen charakterstarke Weine wie Trollinger und Lemberger, aber auch neue Sorten wie Chardonnay oder Merlot. In dem immer noch ländlich geprägten Hohenhaslach wird aber nicht nur Weinbau betrieben, sondern hier haben sich auch einige innovative, international tätige Unternehmen angesiedelt. Sie bieten vor Ort interessante Arbeitsplätze und kooperieren mit der ortsansässigen Kirbachschule. Die Grundschule mit Werkrealschule, die künftig zu einer eigenständigen Realschule weiterentwickelt wird, genießt einen sehr guten Ruf und konnte mit ihrem besonderen pädagogischen Konzept schon zahlreiche Preise erringen.
Nicht zuletzt wegen des guten ortsnahen Bildungs- und Betreuungsangebots mit Kindergarten und Schule haben sich viele Familien in den jüngeren Wohngebieten Hohenhaslachs wie „Allmandklinge“ oder „Schelmenhalde“ angesiedelt. Inzwischen zählt Hohenhaslach rund 2370 Einwohner, von denen viele sich bei SC Hohenhaslach im Sportzentrum an der Kirbachtalhalle engagieren, im Musikverein musizieren, beim Liederkranz singen oder ehrenamtlich bei der Freiwilligen Feuerwehr zur Sicherheit der Bürgerschaft beitragen. Sogar ein Stockschützenverein ist mit seinem großzügigen Vereinsgelände in Hohenhaslach ansässig.
Einen hohen Stellenwert genießt bei vielen Hohenhaslachern auch die Evangelische Kirchengemeinde mit ihrer breit gefächerten Jugendarbeit. Gemeinschaft stiften zudem die traditionellen Sitten und Bräuche im Kirbachtalort wie das gemeinsame Backen der Landfrauen in den historischen Backhäusern, das stimmungsvolle vorweihnachtliche Singen unterm Weihnachtsbaum bei der Kirche oder der gemeinsame Jahresausklang auf dem Kelterplatz.
Zum Ort zählt auch das ehemalige Zisterzienserkloster Rechentshofen, das später ein landwirtschaftlicher Gutshof der Hofkammer des Hauses Württemberg war und jetzt als moderner Pferdewirtschaftsbetrieb in Privatbesitz ist.
In Hohenhaslach ist der im Tal liegende Flecken „Niederhaslach“ der historische Ursprung des Ortes. Das dort im Dreißigjährigen Krieg eingeäscherte Kirchlein war Mittelpunkt der bereits im Jahr 800 erwähnten Siedlung. Von den Herren von Bromberg kam der Anstoß, die Kirche St. Georg auf dem Berg zu bauen, die noch heute einen markanten Blickpunkt darstellt. Auf dem Berg liegen auch der Marktplatz, das alte Schulhaus, das ehemalige Rathaus und die Kelter. Ein berühmter Sohn der Gemeinde ist der Theologe und Geograph Eberhard David Hauber (1695-1765), der zuletzt in Kopenhagen wirkte. Im späten Mittelalter verlor Hohenhaslach seine ursprüngliche Bedeutung als befestigter Ort. Zu Hohenhaslach gehörte auch das ehemalige Zisterzienserinnenkloster Rechentshofen, das im Zuge der Reformation der herzoglichen Hofkammer einverleibt wurde.
Im Zuge der Kommunalreform schloss sich Kleinsachsenheim 1971 mit Großsachsenheim zur neuen Stadt Sachsenheim zusammen. 1973 schlossen sich die Kirbachtalgemeinden Hohenhaslach, Spielberg, Ochsenbach und Häfnerhaslach der Stadt Sachsenheim an.
Jeder Stadtteil Sachsenheims hat sich bis heute seine eigene Identität erhalten. Seine Einwohner pflegen die Traditionen, ohne dabei die moderne Gesamtstadt aus den Augen zu verlieren - das macht das besondere Flair der Stadt Sachsenheim aus.