Landschaftlich reizvoll auf einem Hügel über dem Kirbach liegt Spielberg, dessen Ortsgebiet von einer Dorfstraße durchzogen wird, um die sich die Häuser gruppieren. An der Dorfstraße liegt auch der beliebte Dorfplatz als Treffpunkt für Feste und Feierlichkeiten vom
Maibaumfest bis zur Adventshütte. Spielberg ist umgeben von aussichtsreichen Weinbergen und artenreichen Streuobstwiesen. Der südliche Ortsrand wird von der Bromberger Mühle begrenzt, die einst zur nahegelegenen Burganlage am Bromberg gehörte.
Weithin bekannt ist der kleinste Sachsenheimer Stadtteil für seine mineralstoffreichen Quellen, aus denen ein deutschlandweit agierender Getränkehersteller, nach eigenen Angaben, eines der kalziumreichsten Mineralwässer in ganz Deutschland gewinnt. Die Spielberger treffen sich gerne im Freizeitzentrum am Ortsrand, das am Wochenende mit Bolzplatz, Tischtennisplatte, Boulebahn und Kinderspielplatz auch Ziel vieler Ausflügler aus der ganzen Region ist. Beliebter Spazierweg für Einheimische und Besucher ist der Hand-Ott-Weg auf dem "Hohen Spielberg", der eine beeindruckende Fernsicht ins Kirbachtal und in die Ferne bis zur Landeshauptstadt Stuttgart bietet. Umgeben von wildwachsenden Nelken genießen die Spielberger gerne die Stunden zum Sonnenuntergang auf den zahlreichen Sitzbänken an diesem attraktiven Panoramaweg. Von hier ist es auch nicht weit zum „Wolfstein“ im Wald, der daran erinnert, dass an dieser Stelle im Jahr 1847 der letzte Wolf in Württemberg erschossen wurde.
Auch unten im Dorf, an besagtem Fontanisbrunnen, entsteht ein neuer Rast- und Versammlungsplatz, an dem ein historisches Buswartehäuschen mit seiner attraktiven Fachwerkfassade von der Dorfbevölkerung liebevoll rekonstruiert wird. Das ehemalige „Spielberger Bahnhöfle“ soll Treffpunkt für Einheimische und Besucher und für Jung und Alt werden, denn in Spielberg kennt man sich noch gegenseitig und pflegt einen engen Zusammenhalt. Auch musikalisch ist Spielberg Wiege besonderer Talente wie etwa die Familie des lokal bekannten Komponisten und Sängers Gunter Lepp (1950 – 2021), dessen Tochter Stephanie sogar eine klangvolle Hommage an ihren Heimatort komponiert hat.
Spielberg lässt sich urkundlich sicher seit 1332 nachweisen und war seinerzeit im Besitz des Klosters Odenheim bei Bruchsal. 1356 kam der Ort von der Grafschaft Vaihingen an Württemberg. Die Kirche St. Wendel musste 1799 wegen Baufälligkeit abgetragen werden und wurde aufgrund der großen Armut des Ortes nicht mehr aufgebaut. Im Umland ist Spielberg bis heute durch seine umfangreiche Mineralwasserproduktion bekannt - der dortige „Sulzbronnen“ kann bereits 1356 urkundlich nachgewiesen werden. 1847 wurde bei Spielberg außerdem der letzte frei lebende Wolf Württembergs geschossen.
Im Zuge der Kommunalreform schloss sich Kleinsachsenheim 1971 mit Großsachsenheim zur neuen Stadt Sachsenheim zusammen. 1973 schlossen sich die Kirbachtalgemeinden Hohenhaslach, Spielberg, Ochsenbach und Häfnerhaslach der Stadt Sachsenheim an.
Jeder Stadtteil Sachsenheims hat sich bis heute seine eigene Identität erhalten. Seine Einwohner pflegen die Traditionen, ohne dabei die moderne Gesamtstadt aus den Augen zu verlieren - das macht das besondere Flair der Stadt Sachsenheim aus.