Kleinsachsenheim wurde am Südhang zum Mettertal hin wohl ursprünglich als Tochtersiedlung von Großsachenheim gegründet. Der Ort hat sein ursprüngliches Gesicht mit dem historischen Ortskern rund um die Evangelischen Kirche aus dem Jahr 1461, den Fachwerkgebäuden des einstigen Rathauses, der Kelter und des Pfarrhauses inzwischen deutlich verändert, denn dank zahlreicher neuer Wohngebiete hat sich Kleinsachsenheim zu einem modernen, eher städtisch geprägten Wohnstandort mit guten Bildungs- und Betreuungseinrichtungen gewandelt. In Neubaugebieten wie „Birkenfeld“ sind noch Kapazitäten für Neubauprojekte vorhanden, denn auch Pendler haben den Wohnstandort mit seiner guten Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr für sich entdeckt.
Doch trotz eines Bevölkerungswachstum auf inzwischen rund 4350 Einwohner hat sich Kleinsachsenheim auch seinen ländlichen Charakter bewahrt. Auch das attraktive Vereinsleben im Ort stiftet Zusammenhalt und stärkt das Gemeinschaftsgefühl. Der TSV Kleinsachsenheim mit seinen zahlreichen Angeboten rund um das Sportzentrum am Ortsrand zählt zu einem der größten Sportvereine im Stromberggebiet. Schon bald wird das Sportzentrum auch um eine zeitgemäße Pumptrack-Anlage ergänzt, um noch mehr Freizeitwert für die Ortsbevölkerung zu bieten. Viele Kleinsachsenheimer sind zudem bei der bereits seit 150 Jahren bestehenden Ortsabteilung der Freiwilligen Feuerwehr aktiv oder engagieren sich in den Reihen der Evangelischen Kirchengemeinde.
Auch der Wirtschaftsstandort Kleinsachsenheim hat in den zurückliegenden Jahren Veränderungen erfahren, denn während früher der Weinbau und die Landwirtschaft dominierten, haben sich inzwischen im Gewerbegebiet „Heinzenberger Weg“ ortsansässige Familienunternehmen, aber auch national und international agierende Betriebe angesiedelt. Kleinsachsenheim ist zudem in der gesamten Region für seinen Erdbeer- und Spargelanbau bekannt. Eine Mühle, die allerdings heute nicht mehr aktiv ist, wo aber immer noch Mühlenerzeugnisse angeboten werden, ist vor den Toren Kleinsachsenheims angesiedelt.
Charakteristisch für Kleinsachsenheim sind auch seine zahlreichen Brunnen, die alljährlich nicht nur zur Osterzeit liebevoll dekoriert werden.
Kleinsachsenheim ist seit jeher eng mit Großsachsenheim verbunden und wurde 1240 als „Sachsenheim minor“ erstmals erwähnt. Die Kleinsachsenheimer Herrschaftslinie blieb im Dorf und baute dort eine Burg, später ein Schloss sowie eine Mauer mit tiefem Graben. Die Einwohner lebten lange Zeit vor allem von der Landwirtschaft, mit der sie im 18. Jahrhundert sogar mehr Steueraufkommen erwirtschafteten als das benachbarte Großsachsenheim. Erst im 20. Jahrhundert entwickelte sich Kleinsachsenheim zu einer Pendlergemeinde, deren Bewohner vor allem in Stuttgart, Bietigheim und Ludwigsburg tätig sind.
Im Zuge der Kommunalreform schloss sich Kleinsachsenheim 1971 mit Großsachsenheim zur neuen Stadt Sachsenheim zusammen. 1973 schlossen sich die Kirbachtalgemeinden Hohenhaslach, Spielberg, Ochsenbach und Häfnerhaslach der Stadt Sachsenheim an.
Jeder Stadtteil Sachsenheims hat sich bis heute seine eigene Identität erhalten. Seine Einwohner pflegen die Traditionen, ohne dabei die moderne Gesamtstadt aus den Augen zu verlieren - das macht das besondere Flair der Stadt Sachsenheim aus.