Volkstrauertag: Stille Demonstration für den Frieden
Pressemitteilungen, Städtische Mitteilung Sachsenheim
Warum sollten die Gedenkveranstaltungen besucht werden?
Stuttgart, 22. Oktober 2026 – Am 15. November 2026 wird bundesweit der Volkstrauertag begangen. Viele Bürgerinnen und Bürger fragen sich, warum sie die Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag in ihrer Gemeinde besuchen sollten.
1954 wurde der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. von der Regierung Adenauer beauftragt, die Kriegstoten des 2. Weltkriegs zu bergen und beizusetzen. Dies macht der gemeinnützige Verein heute noch immer, setzt sich dazu noch für Versöhnung, Verständigung und Friedenserziehung ein. Der Volkstrauertag ist dabei ein zentrales Zeichen gegen das Vergessen, gegen Feindschaft und für eine demokratische Gesellschaft.
Der Volkstrauertag ist mehr als nur ein Rückblick in die Geschichte. Er ist eine stille Demonstration für den Frieden, gegen Hetze, Hass und Gleichgültigkeit. Jeder Kriegsgräberfriedhof, jeder Grabstein erinnert an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft, in der Vergangenheit ebenso wie in der Gegenwart.
Friedensarbeit beginnt im Kleinen, betont der Volksbund: mit Begegnungen junger Menschen, mit Bildungsprojekten und mit dem gemeinsamen Erinnern. Gerade jetzt ist es wichtig, der Gleichgültigkeit entgegenzutreten und sich aktiv für die europäischen Werte einzusetzen.
Die Teilnahme an den lokalen Gedenkveranstaltungen am 15. November 2026 ist ein Zeichen der Solidarität mit den Opfern von Krieg und Gewalt, mit all jenen, die sich weltweit für Frieden engagieren.
Denn wer die Folgen von Krieg vergisst, läuft Gefahr, sie zu wiederholen. Von daher bittet der Volksbund als Initiator dieses Gedenktages herzlich um Teilnahme an den lokalen Gedenkveranstaltungen, damit viele Menschen ein stilles Zeichen für den Frieden senden.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. ist eine humanitäre und gemeinnützige Organisation, die im Auftrag der Bundesregierung die Gräber deutscher Kriegstoter im Ausland erfasst, erhält und pflegt. Diese Kriegsgräberstätten sind nicht nur Orte des individuellen Gedenkens, sondern auch Mahnmale für Frieden und Versöhnung. Als Friedensorganisation erinnert der Volksbund an die Folgen von Krieg und Gewalt – eine Aufgabe, die gerade in der heutigen Zeit von besonderer Bedeutung ist. Ein zentraler Bestandteil der Arbeit des Volksbundes ist die Jugend- und Bildungsarbeit. In internationalen Workcamps, schulischen Projekten und Bildungsangeboten setzen sich junge Menschen aktiv mit Geschichte, Erinnerungskultur und Friedensfragen auseinander. Dabei entstehen Räume für Begegnung, Austausch und Verständigung über Grenzen hinweg – ein wichtiger Beitrag zur Förderung eines verantwortungsvollen und friedensorientierten Miteinanders. Obwohl der Volksbund im staatlichen Auftrag handelt, finanziert er seine Arbeit überwiegend durch Spenden und freiwillige Zuwendungen.