Tigermücke in Sachsenheim angekommen
Städtische Mitteilung Sachsenheim
Jetzt gemeinsam handeln! Die Asiatische Tigermücke ist inzwischen auch im Landkreis Ludwigsburg angekommen.
Auch in Sachsenheim wurden vor Kurzem zwei Exemplare der Tigermücke in Kleinsachsenheim, im Bereich des Friedhofs, bestätigt.
Die Stadt Sachsenheim nimmt die Funde zum Anlass, die Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren. Welche konkreten Maßnahmen seitens der Stadt umgesetzt werden, wird derzeit noch geprüft. Klar ist jedoch: Eine erfolgreiche Eindämmung der Tigermücke kann nur gelingen, wenn Kommune und Bürgerschaft gemeinsam handeln.
Die Asiatische Tigermücke unterscheidet sich in ihrem Verhalten deutlich von den bei uns heimischen Mückenarten. Sie ist vor allem tagsüber aktiv und kann sehr aggressiv stechen. Bei einer größeren Population kann sie deshalb zu einem erheblichen Lästling werden und die Aufenthalts- und Lebensqualität im Wohnumfeld deutlich beeinträchtigen.
Darüber hinaus kann die Tigermücke grundsätzlich verschiedene Krankheitserreger übertragen. Das Risiko einer Übertragung in Deutschland ist derzeit noch gering. Mit zunehmender Mückendichte und steigenden Temperaturen kann sich dieses Risiko jedoch verändern. In Teilen Südeuropas, unter anderem in Italien und Frankreich, kommt es bereits zu lokalen Ausbrüchen von durch Tigermücken übertragbaren Krankheiten wie Dengue und Chikungunya.
Für die Vermehrung benötigt die Tigermücke nur kleinste Mengen stehenden Wassers. Deshalb können geeignete Brutstätten praktisch überall im Wohnumfeld entstehen – beispielsweise in:
Besonders wichtig ist deshalb, stehendes Wasser regelmäßig zu beseitigen. Gefäße sollten möglichst geleert, umgedreht oder so abgedeckt werden, dass keine Mücken zur Eiablage gelangen. Regentonnen sollten beispielsweise dicht verschlossen oder mit einer geeigneten, feinmaschigen Abdeckung versehen werden.
Jede vermiedene Brutstätte hilft, die weitere Ausbreitung der Tigermücke zu begrenzen.
Die Stadt Sachsenheim bittet daher alle Bürgerinnen und Bürger, ihr eigenes Grundstück und insbesondere Balkone, Terrassen, Gärten und Höfe regelmäßig auf mögliche Brutstätten zu kontrollieren.
Die Bekämpfung der Tigermücke ist eine gemeinsame Aufgabe. Je früher geeignete Maßnahmen ergriffen werden, desto besser lässt sich verhindern, dass sich die Tigermücke dauerhaft in weiteren Wohngebieten etabliert.
Naturschutz | Landschaftspflege
Team Infrastruktur und Umwelt