Unauffällig und vereinzelt - Die „Deutschen Christen" vor Ort

Sonderausstellung Museum: "Sachsenheim unterm Hackenkreuz"

Wer waren die örtlichen Anhänger der regimetreuen „Deutschen Christen"? Der Pfarrbericht 1936 gibt eine seltene, konkrete Antwort: Die Gruppe bestand „vor allem aus dem Ortsgruppenleiter", einigen weiteren Nationalsozialisten „aus besseren Kreisen" sowie Personen mit Verbindungen nach Möttlingen – ausgerechnet einem Ort, der für seine pietistische Erweckungsbewegung bekannt war. Eine „besondere Versammlungstätigkeit" wurde jedoch nicht festgestellt: Die Gruppe existierte, blieb aber unauffällig und ohne größeren Einfluss auf das Gemeindeleben. Das deckt sich mit dem, was Pfarrer der heutige Hoffmann (2026) nur noch mündlich überliefert weiß – hier liefert das Archiv also die schriftliche Bestätigung: Es gab „Deutsche Christen" in Sachsenheim, aber sie blieben eine Randerscheinung neben einer mehrheitlich landeskirchentreuen Gemeinde. 

Evangelische Kirche Sachsenheim

Das Bild zeigt eine historische Kirche mit einem hohen Kirchturm und mehreren Personen, die vor dem Gebäude stehen.

Früher | 1939

Das Bild zeigt eine Kirche mit einem spitzen Turm und Uhr, umgeben von Bäumen und einem klaren blauen Himmel.

Jetzt | 2026