Wer waren die örtlichen Anhänger der regimetreuen „Deutschen Christen"? Der Pfarrbericht 1936 gibt eine seltene, konkrete Antwort: Die Gruppe bestand „vor allem aus dem Ortsgruppenleiter", einigen weiteren Nationalsozialisten „aus besseren Kreisen" sowie Personen mit Verbindungen nach Möttlingen – ausgerechnet einem Ort, der für seine pietistische Erweckungsbewegung bekannt war. Eine „besondere Versammlungstätigkeit" wurde jedoch nicht festgestellt: Die Gruppe existierte, blieb aber unauffällig und ohne größeren Einfluss auf das Gemeindeleben. Das deckt sich mit dem, was Pfarrer der heutige Hoffmann (2026) nur noch mündlich überliefert weiß – hier liefert das Archiv also die schriftliche Bestätigung: Es gab „Deutsche Christen" in Sachsenheim, aber sie blieben eine Randerscheinung neben einer mehrheitlich landeskirchentreuen Gemeinde.