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Kompetenznetz KLIMA MOBIL

 

Vernetzungstreffen des Kompetenznetz Klima Mobil mit Verkehrsminister Hermann im September 2020

Aus allen vier Regierungsbezirken in Baden-Württemberg hat Verkehrsminister Winfried Hermann MdL Vertreterinnen und Vertreter der 15 Modellkommunen des Kompetenznetz Klima Mobil im Hospitalhof in Stuttgart begrüßt, darunter auch Sachsenheim. Aus mehr als 40 Bewerbungen wurden die Modellkommunen ausgewählt, die mutig hochwirksame Maßnahmen zum Klimaschutz beim Verkehr umsetzen wollen. Damit sollen sie landesweit Vorreiter sein und den CO2-Ausstoß im Verkehr deutlich senken. Gleichzeitig soll sich damit das Stadtbild und die Lebensqualität im Ort verbessern.

 

Verkehrsminister Hermann unterstrich dabei die Klimaschutzziele des Landes im Verkehr bis 2030, mit denen das Projekt verknüpft ist: Der Öffentliche Nahverkehr soll verdoppelt werden, jedes dritte Auto soll klimaneutral angetrieben werden, das KfZ-Aufkommen in den Städten soll um ein Drittel sinken und jeder zweite Weg soll selbstaktiv mit dem Rad oder zu Fuß zurückgelegt werden. Die Kommunen werden vom Kompetenznetz bei Planung und Kommunikation von hochwirksamen Maßnahmen beraten und bis hin zur Beschlussfassung begleitet.

 

Die Handlungsfelder sind: die Bevorrechtigung umweltfreundlicher Verkehre, das Parkraummanagement und die Verkehrsberuhigung bzw. Straßenraumgestaltung. Die Projekte befassen sich beispielsweise mit der Umgestaltung von Ortsdurchfahrten, dem klima- und menschenfreundlichen Stadtumbau, der Einführung verkehrsberuhigter Quartiere, der Förderung von Fuß- und Radverkehr und der Ausweitung des Parkraummanagements.

Genau hier schließen die Projektideen der Stadt Sachsenheim an. Die Innenstadt in Großsachsenheim soll attraktiver werden. Dies wird am ehesten gelingen, wenn das Stadtklima verbessert wird. Um das zu erreichen gilt es ein innerstädtisches Verkehrskonzept zu entwickeln, das den Parksuch- sowie Durchgangsverkehr auf ein Minimum beschränkt und das Parkraumkonzept modifiziert. Schwarze Straßenbeläge sind aufgrund der zunehmenden hitzigen Sommertage durch helle Beläge zu ersetzen, der Grünanteil in den öffentlichen innerstädtischen Bereichen zu erhöhen. Der öffentliche Verkehrsraum ist neu einzuteilen. Somit erhalten Fußgänger, Radfahrer und Nutzer sonstiger alternativer Mobilitätsformen den Vorrang und es werden die Grundlagen für eine belebbarere Innenstadt in Großsachsenheim geschaffen.

 

„Mit der Auswahl der Modellkommunen geht für das neunköpfige Team vom Kompetenznetz die Arbeit nun richtig los. In den kommenden Wochen und Monaten werden wir sehr eng mit der Stadt Sachsenheim zusammenarbeiten. Ziel ist es, ab September 2021 erste Maßnahmen mit Unterstützung des Kompetenznetz umzusetzen“, sagte Rasch. Vom Kompetenznetz Klima Mobil wird Projektberater Herr Beeh für die Stadt Sachsenheim als regionaler Ansprechpartner das Kompetenznetz vertreten.

 

Hintergrund

Das Kompetenznetz Klima Mobil wurde auf Initiative des Ministeriums für Verkehr von der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) in Kooperation mit der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg ins Leben gerufen. Gefördert wir das Kompetenznetz Klima Mobil durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI). Die Fördersumme des Bundes beträgt 2,3 Millionen Euro. Das Land Baden-Württemberg steuert einen finanziellen Eigenanteil in vergleichbarer Höhe bei und unterstützt das Kompetenznetz inhaltlich.

 

Die 15 Modellkommunen des Kompetenznetzes sind: Althengstett, Burgstetten, Freiburg, Hechingen, Heidelberg, Karlsruhe, das Mobilitätsnetzwerk Ortenau (im Zusammenschluss: Kehl, Lahr, Offenburg, Rheinau, Willstätt, Gengenbach und Schutterwald), Ludwigsburg, Ravensburg, Reutlingen, Rottweil, Sachsenheim, Schorndorf, Simonswald und Waldkirch.

 

Website KLIMA MOBIL

 

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