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Aktuelles

Aktuelles | Regina Weiß | 12.04.2019

Time to say GOODBYE

Unter diesem Motto stand die Verabschiedung von Herrn Bürgermeister Horst Fiedler nach 16 Jahren Amtszeit.

Am 6. April fanden sich die 300 geladenen Gäste – vor allem Medaillen- und Würdenträger aus der Stadt, Geehrte, Gremiumsmitglieder und Vertreter/innen von städtischen Beteiligungsgesellschaften, langjährige Wegbegleiter und Freunde – in der Kirbachtalhalle ein.

 

In der Rede für die Nachbarkommunen und den Zweckverband Eichwald lobte Sersheims Bürgermeister Jürgen Scholz die gute und konstruktive Zusammenarbeit, auch „wenn es manchmal schwierig ist“. Er blickte noch einmal auf die Entstehung des Eichwaldes mit all den Problemen zurück.

Der stellvertretende Landrat Jürgen Vogt ging zunächst auf die die notwendigen Konsolidierungsmaßnahmen zu Beginn der ersten Amtszeit ein: „Mit viel Engagement und Zielstrebigkeit ist Ihnen nicht nur eine langfristige Entschuldung gelungen – Sie hinterlassen sogar Geld in den Kassen der Stadt.“

Auch die aktive Bürgerbeteiligung sprach er an. „Sie vertreten die Meinung, dass sich die Bürger selbst ein Bild von den Fakten machen sollen“, sagte Vogt. Als Belege dafür nannte er die Bürgerfragestunden in jeder öffentlichen Sitzung, regelmäßige Sprechstunden in den Stadtteilen sowie Einwohnerversammlungen und Bürgerversammlungen zu bedeutenden Themen. Der Erste Landesbeamte lobte auch Fiedlers ausgeprägtes Demokratieverständnis, das sich gezeigt habe in der Förderung einer lebhaften  Diskussionskultur, der Einrichtung von Bezirksbeiräten in Groß- und Kleinsachsenheim, der Ernennung von Stadtteilbeauftragten und der Erarbeitung eines Leitbilds für die Gesamtstadt mit der Bevölkerung. Aus dem Leitbild sei der Bürgertreff entstanden, der bis heute besteht und Angebote entwickelt. Auch ein Jugendforum und eine Bürgerstiftung seien eingerichtet worden.

Im Anschluss an seine Rede überreichte er Fiedler die Urkunde, die ihn zum 30. April in den Ruhestand versetzt.

 

Für den erkrankten Bürgermeister aus der Partnerstadt Valréas, Patrick Adrien, war Marie-Do Mandier – Frau der Partnerschaft seit der ersten Stunde – angereist. sie lobte in ihrer Rede die Verbindung, die weit ins private hinein reicht – auch zwischen den Bürgermeistern.

 

In seinen Schlussworten betonte Horst Fiedler sein Engagement für die Stadt. „Dabei habe ich nicht nach dem spontanen Applaus geschaut, sondern darauf was der Stadt langfristig hilft“, so Fiedler. Seiner Frau Christine dankte er dafür, dass sie 16 Jahre Verzicht geübt und die beiden Kinder nahezu alleine erzogen habe. Auf die Frage, wie es denn nun weitergehe, sagte er: „Für meine persönlichen Freunde stehe ich für Unternehmungen bereit. Das ein oder andere Rockkonzert ist bereits gebucht. Es ist Eile angesagt, die früheren Idole melden sich ab und hätten wohl nicht noch weitere acht Jahre auf mich gewartet.

Meine Kinder haben viel und oft auf ihren Papa verzichtet. Aus dem Mamataxi zu Handball, Reiten, Kino und Musikunterricht wird nun ein Papataxi. Und Nachhilfe in Sachen Gleichungen und Ungleichungen gibt es nun vom Papa. Meiner Frau gegenüber kann ich das ein oder andere Versprechen einlösen und wir können Aktivitäten gemeinsam unternehmen.“

 

Das kurzweilige Programm der Verabschiedung kam bei den Gästen sehr gut. Für das leibliche Wohl sorgten beim Stehempfang die Landfrauen aus allen Stadtteilen und die Sachsenheimer Wengerter. Musikalisch war einiges geboten: Die Stadtkapelle spielte zur Eröffnung auf, dann kamen verschiedene Gesangs- und Musikduos zur Aufführung und die New Cool Kids heizten den Gästen mit Hip Hop ein.

Durch das Programm führte mit viel Sachverstand und Humor die Museums- und Archivleiterin Dr. Claudia Papp.

 

Die Gäste und der scheidende Bürgermeister Horst Fiedler lobten den Abend und genossen die entspannte Atmosphäre.